{"id":1732,"date":"2019-02-13T16:14:04","date_gmt":"2019-02-13T15:14:04","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wilhelmsdorf-evangelisch.de\/?page_id=1732"},"modified":"2019-02-13T16:14:07","modified_gmt":"2019-02-13T15:14:07","slug":"geschichte-der-kirche-st-georg","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/wilhelmsdorf-evangelisch.de\/?page_id=1732","title":{"rendered":"Geschichte der Kirche St. Georg"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-background has-very-light-gray-background-color\"><strong>Die Anf\u00e4nge<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Bereits im Jahr 1158 ist in Brunn  eine Kapelle, die damals zur Pfarrei Emskirchen geh\u00f6rte, urkundlich  bezeugt. Der Ort Brunn selbst wird schon ein Jahr zuvor, im Jahr 1157,  erstmals in einer Urkunde erw\u00e4hnt. Ob diese Kapelle schon dem Heiligen  Georg geweiht war, ist zwar nicht belegt, gilt aber als wahrscheinlich.  Aus einem Schuldbrief aus dem Jahr 1453 geht hervor, dass die Kirche  Brunn ihrem damaligen Gutsherren von Seckendorff eine betr\u00e4chtliche  Summe geliehen hat. Daraus kann gefolgert werden, dass die Brunner  Kirche damals nicht arm gewesen ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-background has-very-light-gray-background-color\"><strong>Reformation<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Im Jahr 1528 kam die  Reformation nach Brunn. Die damaligen Gutsherren von L\u00fcchau waren den  Ansbacher Markgrafen politisch verbunden und orientierten sich auch auf  religi\u00f6sem Gebiet an ihnen. Bernhard von L\u00fcchau soll bei dieser  Gelegenheit \u00fcbrigens auch wertvolle kirchliche Ausstattungsgegenst\u00e4nde  \u00bbsichergestellt\u00ab haben. Vielleicht war das ja f\u00fcr seinen Nachkommen Hans  G\u00fcnter von L\u00fcchau ein Gewissensgrund, im Jahr 1583 das Pfarrrecht f\u00fcr  Brunn \u00bbunter gro\u00dfen Opfern \u00ab zu erkaufen. Somit war Brunn selbst\u00e4ndige  Pfarrei und von Emskirchen unabh\u00e4ngig.<br><br>\u00dcber die Zeit des Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Kriegs gibt es kaum Unterlagen.  Es ist aber anzunehmen, dass die Kapelle und auch der Ort Brunn sehr  gelitten haben und weitgehend zerst\u00f6rt wurden. Einige Grabtafeln in  unserer heutige Kirche bezeugen, dass die damalige Gutsherrschaft von  Hessberg wohl die Kriegszeiten in Brunn verbracht hat.<br><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-background has-very-light-gray-background-color\"><strong>Die Kirche von 1724<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Nach  Kriegsende 1648 hat man in Brunn schon bald eine behelfsm\u00e4\u00dfige Kirche  aufgebaut. Aber bereits im Jahre 1658 wird schon wieder von schweren  Sch\u00e4den an Dach und Turm berichtet. Ein Neubau war n\u00f6tig. Die  finanzielle Unterst\u00fctzung des Gutsherrn, aber auch die gro\u00dfe  Spendenbereitschaft der Brunner Bev\u00f6lkerung \u2013 auch Spenden von j\u00fcdischen  Mitb\u00fcrgern sind dokumentiert \u2013 erm\u00f6glichten den Bau einer Kirche, die  am 15. Oktober 1724 geweiht wurde. Dieser Bau hatte einen kleinen  Zwiebelturm auf der Mitte des Daches.<br><br>1733 wurde Brunn an die  Grafen P\u00fcckler-Limburg verkauft. Auch diese Herrschaft hinterlie\u00df ihre  Spuren an der St. Georgs-Kirche: Man verl\u00e4ngerte das Kirchenschiff,  baute als zus\u00e4tzliche Empore den \u00bbHerrenstand\u00ab auf der Westseite, der  f\u00fcr die Gutsherrschaft reserviert war, riss den Turm auf dem Dach ab und  errichtete einen neuen Turm an der Ostseite.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-background has-very-light-gray-background-color\"><strong>Die Epitaphien<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p style=\"text-align:left\">Im  Jahr 1927 und dann wieder 1984 wurde der Innenraum der Kirche  renoviert. Im Zuge der letzten Renovierung wurden die Epitaphien der  Familie He\u00dfberg sorgf\u00e4ltig gereinigt, restauriert und an den Innenw\u00e4nden  der Kirche angebracht. Weil die Epitaphien eine Besonderheit unserer  Kirche sind und weil sie uns \u00fcber Jahrhunderte hinweg etwas \u00fcber  Menschenschicksale erz\u00e4hlen k\u00f6nnen, wurden die Inschriften, von Matth\u00e4us  Wehr entziffert, abgeschrieben und neben die Grabmale geh\u00e4ngt.<br><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-background has-very-light-gray-background-color\"><strong>Der Kirchgarten<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ein  besonderer \u00bbSchatz\u00ab der Kirche ist der s\u00fcdlich gelegene \u00bbKirchgarten\u00ab.  Es handelt sich dabei um den ehemaligen Friedhof des Dorfes. Ein  Grabstein steht noch an zentraler Stelle. Bis in die 60er Jahre des 19.  Jahrhunderts hinein wurden die Toten dort bestattet. Mehrmals wurde das  Gel\u00e4nde aufgesch\u00fcttet, um neue Begr\u00e4bnism\u00f6glichkeiten zu schaffen. Das  erkl\u00e4rt den heutigen H\u00f6henunterschied zum Wiesengrund. Als der Friedhof  endg\u00fcltig zu klein war, wurde ein neuer Friedhof am \u00f6stlichen  Ortsausgang errichtet. Heute dient der ehemalige Friedhof der  Kirchengemeinde als willkommene Erg\u00e4nzung des Gemeindesaals und als eine  \u00bbOase der Ruhe\u00ab mitten im Dorf.<br><br><br><\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p> Wer sich genauer \u00fcber die  Geschichte unserer Kirche informieren will,  sei auf das Buch von  Matth\u00e4us Wehr \u00bbDie St. Georgs-Kirche Brunn\u00ab, Brunn  1984, verwiesen, aus  dem auch diese Informationen stammen. <br><\/p><\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Anf\u00e4nge Bereits im Jahr 1158 ist in Brunn eine Kapelle, die damals zur Pfarrei Emskirchen geh\u00f6rte, urkundlich bezeugt. 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